Mittwoch, 11. April 2018

FC Vaduz - FC Aarau 5:1

Rheinpark Stadion
1612 ZuschauerInnen


Am nächsten Tag sollte mit Liechtenstein mal wieder ein neuer Länderpunkt fallen. Mit gerade mal 36 000 Einwohnern ist Liechtenstein das kleinste deutschsprachige Land. Als Grenze zur Schweiz gilt der Rhein, welcher idyllisch zwischen den Bergen fließt. Direkt am Rhein liegt auch das Stadion des FC Vaduz, des größten Vereins Liechtensteins. Dieser spielt aktuell in der zweiten Schweizer Liga; auch alle anderen sechs Fussballvereine in Liechtenstein spielen in Schweizer Ligen. Landesweit wird lediglich alljährlich ein eigener Pokal ausgetragen. Nach dem kurz durch die unspektakuläre Innenstadt Vaduz` spaziert wurde ging es zum Stadion. Durch die schon erwähnten Berge kam hier richtig Urlaubsfeeling auf. Wirklich schöne Lage! Auch das Stadion ist durch seine vier eigenständigen Tribünen ganz schick.







Der FC Vaduz verfügt über eine kleine Fanszene, welche allerdings nicht groß in Erscheinung trat. Die mitgereisten Fans des FC Aarau dagegen waren schon aktiver. Nach einem Intro mit Fahnen und Doppelhaltern konnten sie auch mit Gesängen und Klatscheinlagen überzeugen, auch nachdem es in der zweiten Halbzeit ein Gegentor nach dem anderen hagelte. Dies war in der ersten Halbzeit noch nicht absehbar, hier machte Aarau einen gefährlicheren Eindruck.




Ansonsten wurde bei Rivella (Bier ist hier fast unbezahlbar) und Wurst die Aussicht genossen und den Gesängen der Aarauer zugehört. Entspannter Tag, neuer Länderpunkt, was will man mehr?











Dienstag, 10. April 2018

FC Zürich - Grasshopper Club Zürich 1:1

Stadion Letzigrund
14196 ZuschauerInnen

Da man noch reichlich Urlaubstage abzubauen hatte und diese nun fällig wurden, wurde endlich mal wieder eine Tour geplant. Hierbei wurde das Kickers-Heimspiel gegen Elversberg, welches Freitag abends stattfand, genutzt und direkt nach dem Spiel die Weiterreise Richtung Bodensee angetreten. Ziel war Konstanz, hier wurde auch die weiteren Tage genächtigt.
Los ging es am nächsten morgen mit dem Zug Richtung Zürich, der größten Stadt der Schweiz. Hier war man zwar schon letztes Jahr (siehe hier), allerdings wurde ich von einem Kumpel gefragt, ob ich denn nicht Lust auf das Zürcher Derby hätte. Naja, hier kann man natürlich nicht viel falsch machen, die Zürcher Südkurve enttäuscht wohl eher selten. Viel neues gibt es allerdings nicht zu sagen: Die Südkurve mit schöner Choreographie und Pyroshow nach dem Treffer zum 1:0, dazu die üblichen melodischen Gesänge. Für mich wirklich immer schön mit anzuschauen und -hören.



Die GC-fans aufgrund meines Standortes neben der Südkurve selten zu vernehmen, allerdings war immer Bewegung zu vernehmen. Ansonsten verzichteten diese mit Ausnahme einer Schalparade zu Beginn wie im Letzigrund üblich auf optische Unterstützung.


Insgesamt ein schöner Tag, auch wenn ich jetzt erstmal auf Heimspiele der Zürcher verzichten werde, nicht dass es noch langweilig wird.






Montag, 2. April 2018

FC Külsheim - FC Hundheim/Steinbach 2:2


Mit dem Derby Külsheim gegen Hundheim/Steinbach sollte der nächste Ground in der Region Main-Tauber fallen, diesmal nicht in der Landesliga sondern noch eine Liga tiefer, in der Kreisliga Tauberbischofsheim. Eventuell werden aber beide Teams nächste Saison nicht mehr in dieser Liga kicken, so steht Hundheim als Tabellenerster auf einem Aufstiegs- und Külsheim als 11. nur knapp vor einem Abstiegsplatz. Klare Vorzeichen könnte man meinen. Das Spiel selbst war allerdings ausgeglichen und so konnte Külsheim am Ende tatsächlich einen Punkt entführen, was natürlich gebührend gefeiert wurde. Gepöbelt und gemotzt wurde auf den Zuschauerrängen auch fröhlich, sodass man das Spektakel hier mit einem Kollegen der „Würzburger Expertenrunde“ bei Wurst, Bier und schönem Wetter genoss.



Donnerstag, 29. März 2018

SV Osterburken - VfR Gommersdorf II 1:1

Kirnaustadion Osterburken
ca. 50 ZuschauerInnen


Und weiter geht es mit Amateurfussball. Nach der Arbeit ging es direkt nach Osterburken, um das dortige Nachholspiel des heimischen SVO gegen den Abstiegskandidaten Nr. 1 der Landesliga Odenwald, dem VfR Gommersdorf II, zu sehen. Abstiegskandidat deshalb, weil ja die erste Mannschaft der Gommersdorfer in der Verbandsliga deutlich auf dem letzten Platz steht und somit die zweite Mannschaft bei einem Abstieg der ersten auch automatisch eine Liga tiefer rutschen würde. Während des Spiels spürte man allerdings nichts von unmotivierten Gommersdorfern; das Spiel war recht ausgeglichen und eigentlich ziemlich langweilig. Als es dann in der zweiten Halbzeit auch langsam aber sicher kalt wurde, fieberte man immer mehr dem Anpfiff entgegen, vor allem auch, weil es leider kein kulinarische Angebot gab. Doch ziemlich schwache Vorstellung, ist es in Deutschland ja doch üblich, dass der Grill angeschmissen wird. Ein wenig dafür entschädigen konnte der Sportplatz mit einer kleinen Tribüne. Für die Landesliga Odenwald top, da gibt es nichts zu meckern. Somit wurde vor Ostern (und dann auch noch in Osterburken, hehe) ein weiterer Sportplatz der Umgebung abgehakt und man konnte zufrieden nach Hause.







Samstag, 24. März 2018

VfR Gommersdorf - FC Zuzenhausen 1:1

Sportanlage Stichele
ca. 100 ZuschauerInnen


Endlich mal ein paar Grounds in der Umgebung kreuzen und damit mal ein paar Ligen voll bekommen – das war der Vorsatz für das neue Jahr. Da aber hier in letzter Zeit wirklich so gut wie jeder Kick abgesagt wurde, kam man damit noch nicht wirklich weit dieses Jahr.
Langsam aber sich wird es anscheinend aber dann doch Frühling, zumindest hat heute das Wetter gepasst und somit konnte mit Gommersdorf ein Verbandsliga-Ground in näherer Umgebung gemacht werden. Lange wird hier aber wohl nicht mehr in der Verbandsliga gespielt werden, belegt der letztjährige Meister der Landesliga Odenwald – der VfR Gommersdorf - doch ziemlich abgeschlagen den letzten Tabellenplatz. Diese gilt nicht umsonst als die schwächste Landesliga in Nordbaden, so landen die Aufsteiger eigentlich regelmäßig abgeschlagen auf einem der Abstiegsplätze.
Das Spiel heute war zumindest in der ersten Phase der ersten Halbzeit noch ausgeglichen. Hier erzielte ein Spieler des VfR auch völlig freistehend nach einem Standard das 1:0. Zuzenhausen drehte daraufhin auf und nach unzähligen Chancen gelang kurz vor Ende der Spielzeit noch der Ausgleich.
Einen wirklichen Ausbau sucht man hier übrigens vergebens, allerdings wirkt der Sportplatz doch irgendwie sympathisch. So gibt es eine Art Sprecherkabine auf einer Seite (ok, kann man irgendwie auch als Ausbau sehen) und hinter dem Tor eine Reihe von überdachten Bänken mit Nähe zu Bier- und Wurststand. Auch der Ausblick auf die schöne Landschaft lässt einen bei schönem Wetter abschweifen.
Gommersdorf besitzt übrigens drei Mannschaften, welche alle heute gespielt haben – viele Grüße an den Platzwart! Zuschauer waren es so ca. 100, davon mindestens drei Groundhopper.
Insgesamt hat es doch echt Spaß gemacht – Amateurfussball allez!






Sonntag, 21. Januar 2018

RC Strasbourg - Dijon FCO 3:2

Stade de la Meinau
21067 ZuschauerInnen

Da die Regionalliga sich immer noch in der Winterpause befindet, wurde die Zeit genutzt, um es endlich mal ins Stade de la Meinau in Strasbourg zu schaffen. Wurde schon lange geplant, aber immer wieder verworfen. Zusammen mit dem Heimspiel von Schiltigheim, einem Vorort von Strasbourg, und der Stadtbesichtigung wurde eine kleine Wochenendtour zusammengestellt. Leider machte der Winter, genau wie im Vormonat in Enschede, dem ganzen einen Strich durch die Rechnung, sodass das Spiel in Schiltigheim abgesagt wurde. Da es einen Tag vorher aber zu spät war, die ganze Planung nochmal umzuwerfen und sich was anderes zu suchen wurde die Zeit genutzt und die Stadt ausgiebiger erkundet. Fazit: Kann was! Das Münster, die Altstadt und das Gerberviertel sind auf jeden Fall nett anzuschauen und auch das Europaparlament mit seiner Glasfassade und seiner Lage am Wasser macht was her. Strasbourg gilt ja auch mehr oder weniger als Hauptstadt Europas, so befindet sich hier nicht nur das Parlament, sondern u.a. auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.









Nach der Stadtbesichtigung wurden kurz die Sachen im Hotel abgelegt und sich dann mit der Tram auf den Weg Richtung Stadion gemacht. Dieses wurde bereits 1914 eröffnet und seitdem immer mal wieder renoviert, zuletzt 2001. Platz bietet es für 29 000 Zuschauer, heute war es mit ca. 21 000 Zuschauern gut gefüllt. Ist insgesamt ein schönes Stadion, dem man sein Alter an manchen Stellen ansieht, was in diesem Fall aber nur Gutes bedeutet.



Da es seit dem frühen Nachmittag eigentlich durchgehend geregnet hat befürchtete ich schon das Schlimmste, als ich aber sah, dass die Spieler und auch die Schiedsrichter sich warm machen, konnte ich mich entspannt zu meinem Platz begeben. Ich sag mal so, in Deutschland wäre das Spiel nicht angepfiffen worden. Der Rasen war an einer Seite so durchnässt, dass hier kaum ein Ball über fünf Meter seinen Mitspieler fand. Das ein oder andere Mal rutschten die Spieler auch beim Versuch zu grätschen über den Rasen hinweg und auf die Tartanbahn. Hatte auf jeden Fall Unterhaltungswert. Dies konnte man auch von der Hintertortribüne sagen, auf der sich die Fans rund um die Ultra Boys 90 von Strasbourg befanden. Diese stehen geschlossen zusammen, ist in Frankreich ja nicht unbedingt üblich. Immer wieder konnte der gesamte Block mitgerissen werden. Insgesamt ein authentischer Auftritt, der von zwei Schalparaden und einigen Schwenkern und Doppelhaltern untermalt wurde. Freunde aus Berlin oder Karlsruhe konnte ich optisch keine ausmachen, laut Groundhopper-App waren aber zumindest ein paar Karlsruher anwesend.






Auch die Gäste aus der Senfstadt (so werden die in Frankreich bestimmt genannt!) waren immer wieder gut am abdrehen. Waren zwar nicht viele und akkustisch kam auch nur in Phasen, in denen Strasbourg gerade ruhig war, was an, aber es war immer Bewegung auszumachen. Und über 90 Minuten bei so einem Mistwetter oberkörperfrei im Block zu stehen ist auch aller Ehren wert. War für mich eine kleine positive Überraschung. Ich muss aber auch gestehen, mich vorher kaum über deren Szene informiert zu haben.


Das Spiel an sich machte auch echt Spaß. Neben den bereits erwähnten Slapstickeinlagen gab es ein ständiges Hin und Her, das sehr spannend war und die Stimmung nochmal nach oben hob. Der Sieg für Racing war insgesamt eher unverdient, ein Unentschieden wäre schon in Ordnung gewesen.
Insgesamt also ein netter Abend, zusammen mit dem Spiel in Schiltigheim wäre es ein top Tag geworden, so hat es aber auch auf jeden Fall Spaß gemacht.






Freitag, 12. Januar 2018

Heilbronner Falken - Bietigheim Steelers 6:5

Kolbenschmidt Arena
3522 ZuschauerInnen

Da man sowieso die Woche über in Heilbronn verbrachte und die Winterpause nichts hergab wurde halt ausnahmsweise mal die Sportart gewechselt; das Derby der Heilbronner Falken gegen die Bietigheim Steelers in der zweiten deutschen Eishockeyliga stand eh schon länger auf der Liste, verfügen beide doch über eine Fanszene. Zu diesen braucht man allerdings an diesem Abend nicht sonderlich viel zu sagen, Bietigheim mit kleinem Fahnen-Intro und Heilbronn mit gedruckter Blockfahne, die auch bei allen Toren wieder rausgeholt wurde. Ansonsten war die Stimmung soweit okay, phasenweise wurde es auf beiden Seiten mal laut und gepöbelt wurde auch ab und zu. Im Großen und Ganzen das, was ich erwartet hatte. Kann man mal machen!







Der Sport an sich ist auch ganz interessant, aufgrund des Derbies ging es aber glaube ich nochmal ruppiger zu als sonst üblich. Immer wieder kam es zu Fouls und Scharmützeln, geblutet hat auch einer und die Sanis mussten ein paar Mal aufs Feld. Fazit: Guter Sport, wird nicht mein letztes Eishockey-Spiel gewesen sein.









Bilder wurden leider nicht besonders gut...