Donnerstag, 29. März 2018

SV Osterburken - VfR Gommersdorf II 1:1

Kirnaustadion Osterburken
ca. 50 ZuschauerInnen


Und weiter geht es mit Amateurfussball. Nach der Arbeit ging es direkt nach Osterburken, um das dortige Nachholspiel des heimischen SVO gegen den Abstiegskandidaten Nr. 1 der Landesliga Odenwald, dem VfR Gommersdorf II, zu sehen. Abstiegskandidat deshalb, weil ja die erste Mannschaft der Gommersdorfer in der Verbandsliga deutlich auf dem letzten Platz steht und somit die zweite Mannschaft bei einem Abstieg der ersten auch automatisch eine Liga tiefer rutschen würde. Während des Spiels spürte man allerdings nichts von unmotivierten Gommersdorfern; das Spiel war recht ausgeglichen und eigentlich ziemlich langweilig. Als es dann in der zweiten Halbzeit auch langsam aber sicher kalt wurde, fieberte man immer mehr dem Anpfiff entgegen, vor allem auch, weil es leider kein kulinarische Angebot gab. Doch ziemlich schwache Vorstellung, ist es in Deutschland ja doch üblich, dass der Grill angeschmissen wird. Ein wenig dafür entschädigen konnte der Sportplatz mit einer kleinen Tribüne. Für die Landesliga Odenwald top, da gibt es nichts zu meckern. Somit wurde vor Ostern (und dann auch noch in Osterburken, hehe) ein weiterer Sportplatz der Umgebung abgehakt und man konnte zufrieden nach Hause.







Samstag, 24. März 2018

VfR Gommersdorf - FC Zuzenhausen 1:1

Sportanlage Stichele
ca. 100 ZuschauerInnen


Endlich mal ein paar Grounds in der Umgebung kreuzen und damit mal ein paar Ligen voll bekommen – das war der Vorsatz für das neue Jahr. Da aber hier in letzter Zeit wirklich so gut wie jeder Kick abgesagt wurde, kam man damit noch nicht wirklich weit dieses Jahr.
Langsam aber sich wird es anscheinend aber dann doch Frühling, zumindest hat heute das Wetter gepasst und somit konnte mit Gommersdorf ein Verbandsliga-Ground in näherer Umgebung gemacht werden. Lange wird hier aber wohl nicht mehr in der Verbandsliga gespielt werden, belegt der letztjährige Meister der Landesliga Odenwald – der VfR Gommersdorf - doch ziemlich abgeschlagen den letzten Tabellenplatz. Diese gilt nicht umsonst als die schwächste Landesliga in Nordbaden, so landen die Aufsteiger eigentlich regelmäßig abgeschlagen auf einem der Abstiegsplätze.
Das Spiel heute war zumindest in der ersten Phase der ersten Halbzeit noch ausgeglichen. Hier erzielte ein Spieler des VfR auch völlig freistehend nach einem Standard das 1:0. Zuzenhausen drehte daraufhin auf und nach unzähligen Chancen gelang kurz vor Ende der Spielzeit noch der Ausgleich.
Einen wirklichen Ausbau sucht man hier übrigens vergebens, allerdings wirkt der Sportplatz doch irgendwie sympathisch. So gibt es eine Art Sprecherkabine auf einer Seite (ok, kann man irgendwie auch als Ausbau sehen) und hinter dem Tor eine Reihe von überdachten Bänken mit Nähe zu Bier- und Wurststand. Auch der Ausblick auf die schöne Landschaft lässt einen bei schönem Wetter abschweifen.
Gommersdorf besitzt übrigens drei Mannschaften, welche alle heute gespielt haben – viele Grüße an den Platzwart! Zuschauer waren es so ca. 100, davon mindestens drei Groundhopper.
Insgesamt hat es doch echt Spaß gemacht – Amateurfussball allez!






Sonntag, 21. Januar 2018

RC Strasbourg - Dijon FCO 3:2

Stade de la Meinau
21067 ZuschauerInnen

Da die Regionalliga sich immer noch in der Winterpause befindet, wurde die Zeit genutzt, um es endlich mal ins Stade de la Meinau in Strasbourg zu schaffen. Wurde schon lange geplant, aber immer wieder verworfen. Zusammen mit dem Heimspiel von Schiltigheim, einem Vorort von Strasbourg, und der Stadtbesichtigung wurde eine kleine Wochenendtour zusammengestellt. Leider machte der Winter, genau wie im Vormonat in Enschede, dem ganzen einen Strich durch die Rechnung, sodass das Spiel in Schiltigheim abgesagt wurde. Da es einen Tag vorher aber zu spät war, die ganze Planung nochmal umzuwerfen und sich was anderes zu suchen wurde die Zeit genutzt und die Stadt ausgiebiger erkundet. Fazit: Kann was! Das Münster, die Altstadt und das Gerberviertel sind auf jeden Fall nett anzuschauen und auch das Europaparlament mit seiner Glasfassade und seiner Lage am Wasser macht was her. Strasbourg gilt ja auch mehr oder weniger als Hauptstadt Europas, so befindet sich hier nicht nur das Parlament, sondern u.a. auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.









Nach der Stadtbesichtigung wurden kurz die Sachen im Hotel abgelegt und sich dann mit der Tram auf den Weg Richtung Stadion gemacht. Dieses wurde bereits 1914 eröffnet und seitdem immer mal wieder renoviert, zuletzt 2001. Platz bietet es für 29 000 Zuschauer, heute war es mit ca. 21 000 Zuschauern gut gefüllt. Ist insgesamt ein schönes Stadion, dem man sein Alter an manchen Stellen ansieht, was in diesem Fall aber nur Gutes bedeutet.



Da es seit dem frühen Nachmittag eigentlich durchgehend geregnet hat befürchtete ich schon das Schlimmste, als ich aber sah, dass die Spieler und auch die Schiedsrichter sich warm machen, konnte ich mich entspannt zu meinem Platz begeben. Ich sag mal so, in Deutschland wäre das Spiel nicht angepfiffen worden. Der Rasen war an einer Seite so durchnässt, dass hier kaum ein Ball über fünf Meter seinen Mitspieler fand. Das ein oder andere Mal rutschten die Spieler auch beim Versuch zu grätschen über den Rasen hinweg und auf die Tartanbahn. Hatte auf jeden Fall Unterhaltungswert. Dies konnte man auch von der Hintertortribüne sagen, auf der sich die Fans rund um die Ultra Boys 90 von Strasbourg befanden. Diese stehen geschlossen zusammen, ist in Frankreich ja nicht unbedingt üblich. Immer wieder konnte der gesamte Block mitgerissen werden. Insgesamt ein authentischer Auftritt, der von zwei Schalparaden und einigen Schwenkern und Doppelhaltern untermalt wurde. Freunde aus Berlin oder Karlsruhe konnte ich optisch keine ausmachen, laut Groundhopper-App waren aber zumindest ein paar Karlsruher anwesend.






Auch die Gäste aus der Senfstadt (so werden die in Frankreich bestimmt genannt!) waren immer wieder gut am abdrehen. Waren zwar nicht viele und akkustisch kam auch nur in Phasen, in denen Strasbourg gerade ruhig war, was an, aber es war immer Bewegung auszumachen. Und über 90 Minuten bei so einem Mistwetter oberkörperfrei im Block zu stehen ist auch aller Ehren wert. War für mich eine kleine positive Überraschung. Ich muss aber auch gestehen, mich vorher kaum über deren Szene informiert zu haben.


Das Spiel an sich machte auch echt Spaß. Neben den bereits erwähnten Slapstickeinlagen gab es ein ständiges Hin und Her, das sehr spannend war und die Stimmung nochmal nach oben hob. Der Sieg für Racing war insgesamt eher unverdient, ein Unentschieden wäre schon in Ordnung gewesen.
Insgesamt also ein netter Abend, zusammen mit dem Spiel in Schiltigheim wäre es ein top Tag geworden, so hat es aber auch auf jeden Fall Spaß gemacht.






Freitag, 12. Januar 2018

Heilbronner Falken - Bietigheim Steelers 6:5

Kolbenschmidt Arena
3522 ZuschauerInnen

Da man sowieso die Woche über in Heilbronn verbrachte und die Winterpause nichts hergab wurde halt ausnahmsweise mal die Sportart gewechselt; das Derby der Heilbronner Falken gegen die Bietigheim Steelers in der zweiten deutschen Eishockeyliga stand eh schon länger auf der Liste, verfügen beide doch über eine Fanszene. Zu diesen braucht man allerdings an diesem Abend nicht sonderlich viel zu sagen, Bietigheim mit kleinem Fahnen-Intro und Heilbronn mit gedruckter Blockfahne, die auch bei allen Toren wieder rausgeholt wurde. Ansonsten war die Stimmung soweit okay, phasenweise wurde es auf beiden Seiten mal laut und gepöbelt wurde auch ab und zu. Im Großen und Ganzen das, was ich erwartet hatte. Kann man mal machen!







Der Sport an sich ist auch ganz interessant, aufgrund des Derbies ging es aber glaube ich nochmal ruppiger zu als sonst üblich. Immer wieder kam es zu Fouls und Scharmützeln, geblutet hat auch einer und die Sanis mussten ein paar Mal aufs Feld. Fazit: Guter Sport, wird nicht mein letztes Eishockey-Spiel gewesen sein.









Bilder wurden leider nicht besonders gut...

Dienstag, 19. Dezember 2017

Twente Enschede - Vitesse Arnheim 1:1

De Grolsch Veste
23600 ZuschauerInnen

Da die Regionalliga Südwest sich bereits in der Winterpause befindet, sollte es mal wieder zum Hoppen gehen, am besten mit einem neuen Länderpunkt. Schnell fiel die Wahl auf Holland, genauer gesagt auf ein Heimspiel von Twente Enschede. Verbunden mit Münster gegen Erfurt am Mittag wurde so eine ganz gute Tour zusammengestellt, bei der kein Urlaubstag verloren gehen sollte. Leider machte das Wetter dem Plan einen Strich durch die Rechnung, so wurde das Heimspiel von Preußen Münster leider abgesagt und da man mit dem Zug unterwegs war gab es auch keine brauchbaren Alternativen. Also erstmal nach Holland gefahren und dann mal schauen, was da so los ist. Enschede hat jetzt als Stadt nicht so viel zu bieten, daher wurde bereits frühzeitig der 50-Minuten-Marsch Richtung Hotel angegangen. Auf dem Weg dorthin noch an einem Kunstrasen ohne Ausbau vorbeigekommen, auf dem gerade ein Amateur-Spiel stattfand, also da mal die zweite Halbzeit angeschaut; ich hatte ja eh Zeit und alles ist besser, als sinnlos im Hotel zu gammeln. So war der Länderpunkt bereits früher als geplant in der Tasche (Fick die (Hopper)Polizei). Nach dem Spiel wurden kurz die Sachen im Hotel abgelegt und dann langsam Richtung Stadion „Grolsch Veste“ aufgebrochen. Dort angekommen wurde noch ein Schmierimbiss angesteuert (Nein, nicht die Snackwagenhuren) und lecker holländische Pommes stilecht mit Mayo gegessen. 


Der Ground an sich gefiel mir für einen modernen All-Seater ganz gut, schön steil und mit seiner kleinen kompakten Haupttribüne und der großen Gegengeraden auch nicht so der Standardkram. 



Auf Seiten von Enschede war die Hintertortribüne, genannt „VAK-P“, gut besucht und auch der Stil der Zaunfahnen gefiel. Ansonsten wurde komplett auf optische Unterstützung verzichtet und auch sonst war das eher englisch angehaucht, trotz „Ultra“ auf der Zaunfahne. Trotzdem wurde wacker durchgängig gesungen und wenn mal die ganze Hintertorseite und Teile der Geraden miteingestiegen sind wurde es echt gut laut. Auch das „YNWA“ am Anfang war schön anzuhören, auch wenn es doch mittlerweile ziemlich ausgelutscht ist. Von den Freunden der „Ultras GE“ war niemand auszumachen, hatten diese doch nachmittags noch ein Auswärtsspiel in Frankfurt. 







Gäste waren auch welche da, zu hören war von denen aber nichts. 


In der Halbzeit durfte ich dann noch den Klängen von feinstem Holland-Techno (geil!) und „Atemlos“ und „Die immer lacht“ (nicht so geil!) lauschen und dabei zusehen, wie die Leute dazu abgehen. Ansonsten gibt es hier nicht so viel zu erzählen. Der Sonntag wurde dann lediglich mit bisschen durch die Stadt laufen und heimfahren verbracht. Insgesamt also trotz Länderpunkt eine ziemlich miese Tour, aber naja, irgendwie hat es trotzdem Spaß gemacht. Ich bin halt kein Profi-Hopper!